Kaufberatung - Wedges

Wedge ist Wedge, richtig? Nicht ganz! Je nachdem, ob Sie einen steilen oder flachen Angriffswinkel haben, der Sand auf Ihrem heimischen Golfplatz weich oder fest ist, ob die Fairways hart wie Beton oder öfter regennaß sind – ob das Rough lang oder eher kurz geschnitten, welches Gras verwendet wird - die Auswahl der Wedges hängt von vielen Faktoren ab. Da man mit modernen Drivern recht weit abschlagen kann, findet ein Großteils des Spiels auf Weiten unter 120m statt. Top-Spieler wissen das und es ist nicht ungewöhnlich, daß sie 3 oder sogar 4 verschiedene Wedges im Bag haben, mit denen sie jeden Tag stundenlang üben, um genau zu wissen, welche Weite bei welchem Untergrund die Schläger haben. Heutzutage werden immer mehr Sätze nur bis zum Pitching Wedge (z.B. 3-PW) verkauft, weil die Hersteller wissen, daß immer mehr Spieler ihre eigenen Sand-, Gap- und Lob-Wedges aus einer breiten Anzahl von Möglichkeiten auswählen. Hier einige Faktoren, auf die Sie beim Wedge-Kauf achten sollten:

 1: Wedge Loft

 2: Wedge Bounce Winkel

 3: Wedge Finish

Wedge Loft

Als Golf-Neuling ist es manchmal verwirrend, sich bei den unterschiedlichen Lofts zurechtzufinden, deswegen haben wir hier ein paar Grunddaten zusammengestellt. Ein Wedge ist jedes Eisen mit einem Loft größer 45° - also Pitching Wedge und höher.

Different wedge lofts

Pitching Wedge (PW)

Ist normalerweise bei jedem Eisensatz mit dabei – obwohl manche Spieler es sowieso ersetzen. Es schließt mit seinem Loft an das 9er Eisen an. Der typische Loft-Winkel reicht von 46°-50°. Es wird hauptsächlich für längere Schläge auf’s Grün benutzt – Turnierspieler schlagen ein Pitching Wedge ca. 110m weit.

Gap bzw. Approach Wedge (GW/AW)

Bei Golfbidder nennen wir diese Wedges Approach Wedge (AW). Sie haben einen etwas höheren Loft als das Pitching Wedge und schließen mit einem Loft von 50°-55° die Lücke („gap“) zwischen Pitching Wedge und Sand Wedge.

Sand Wedge (SW)

Typischerweise 54°-58°. Werden aufgrund ihres hohen Bounce (dazu später) hauptsächlich für Bunkerschläge eingesetzt. Ein Tourspieler schlägt ein Sand Wedge vom Fairway ca. 90m weit.

Lob Wedge (LW)

60°und mehr – manchmal bis zu 64°. Damit wird der Ball über eine kurze Distanz hoch in die Luft gespielt. Phil Mickelson ist ein Meister dieser Spielart.

Die gängisten Lofts sind 56° und 60°. Das ist die gängigste Ergänzung zu Ihrem Pitching Wedge, das schon bei Ihrem Eisensatz dabei ist.

Bounce-Winkel

Wie der Name schon vermuten lässt, dient der „bounce“ (das gebogene Stück der Sohle des Wedges) dazu, den Schlägerkopf vom Sand oder Rough ‚abprallen‘ (to bounce) zu lassen, ohne zu sehr am Boden entlangzuschleifen. Beim Sand Wedge kann man z.B. erkennen, daß die Hinterkante tiefer hängt als die Vorderkante. In Ansprechposition kann man den Platz zwischen Boden und Vorderkante sehen.

Viel Platz = hoher Bounce Winkel. Der höchste Bounce bei Wedges liegt um die 18° - und er geht runter bis ca. 2°. Sie werden vielleicht sagen, daß das eh nichts ausmacht. Aber das ist so nicht richtig. Das Wedge mit dem richtigen Loft und Bounce für den Platz, den Sie spielen und für Ihren Schwung auszusuchen kann Ihr Kurzspiel signifikant verbessern. Wie findet man das beste Wedge? Hier ein paar schnelle Hinweise. Bilder mit freundlicher Genehmigung von Cleveland.

Wedges mit niedrigem Bounce.

Wedges mit niedrigem Bounce sind optimal geeignet für schwierige Lagen und harten Untergrund. Die Verbindung von weniger Bounce und einer dünneren Sohle senkt die Vorderkante des Kopfes und sorgt so für einen sauberen Kontakt. Ideal geeignet für Spieler, die ein kreatives Spiel rund um’s Grün und in den Bunkern bevorzugen und einen flachen Angriffswinkel haben. Weniger Bounce und schmalere Sohle bedeuten, daß es einfacher ist, die Schlagfläche offen zu halten und hohe Flops mit weicher Landung zu schlagen. Wedges mit niedrigem Bounce findet man im unteren Loftbereich z.B. bei Pitching und Gap Wedges, mit denen man die längeren Annäherungsschläge macht.

Zu viel Bounce möchte man nicht, da es sonst schwieriger werden würde, die Vorderkante unter den Ball zu bekommen was zu ‘dünneren’ Schlägen führen würde. Spieler mit sehr spitzem Abschlagwinkel gelingt es, den Ball mit sehr viel Rückdrall (Backspin) zu schlagen – aus diesem Grund bevorzugen diese Golfer Wedges mit äußerst geringem Bounce – das ist aber eine Minderheit unter den Golfspielern. Grob gesagt kommen die meisten Golfer am besten mit einem Bounce von 10° - 14° und nicht weniger zurecht.

Wedge with low bounce diagram

Wedges mit Standard Bounce

Wedges mit Standard Bounce sind gute Allrounder. Sie sind vielseitig einsetzbar für alle Golfer, die rund um’s Grün kreativ spielen wollen. Der Standard Bounce eignet sich hervorragend für Spieler, die offen oder gerade aus dem Bunker spielen möchten und einen durchschnittlichen bis leicht erhöhten Angriffswinkel haben.

Wedge with standard bounce diagram

Wedges mit hohem Bounce

Wedges mit hohem Bounce eignen sich für das Spiel auf weichem Untergrund und Sand. Die Verbindung von breiterer Backe und höherem Bounce Winkel verhindert das Eingraben und sorgt dafür, daß die Sohle geschmeidig über den Untergrund gleitet. Besonders geeignet, um aus (weichem) Sand herauszuspielen und für Spieler, die auf einen geraden Auftreffwinkel Wert legen.

Wedges mit hohem Bounce eignen sich auch für Spieler mit steilen Angriffswinkeln. Wedges mit hohem Bounce werden gerne mit höheren Lofts in Verbindung gebracht, das muß aber nicht zwangsläufig so sein. Die Lob Wedges z.B. (60°-64°), die den Ball sehr hoch in die Luft schleudern und für weiche Punktlandungen sorgen (Phil Mickelsons Spezialität) haben einen niedrigen Bounce, weil der Schläger sonst durch kleine Fehler vom Boden abprallen könnte und so einen ‚dünnen‘ Schlag hervorrufen würde.

Das kennen wir alle – anstatt, daß der Ball sanft 4m in die Luft steigt und bei der Fahne wieder runterkommt, rast er ein paar Zentimeter über dem Boden genau in das Dickicht 30m hinter dem Grün. Lob Wedges haben also weniger Sohlenbreite und eine scharfe Vorderkante.

Wedge with high bounce diagram

Wie bestimmt man den Bounce eines Wedges?

Die meisten auf Wedges spezialisierten Hersteller wie Cleveland oder Titleist geben bei ihren Schlägern den Bounce an (z.B. hat ein Titleist Vokey 248.06 48° Loft und 6° Bounce). Andere Möglichkeiten den Bounce zu erfahren ist ein Besuch auf der Webseite des Herstellers oder einfach bei Golfbidder nachzufragen – wir helfen gerne weiter.

Wedge Finishes

Neben den verschiedenen Modellen gibt es bei den Wedges auf unterschiedliche Oberflächenausführungen (siehe unten) – z.B. Black Nickel, Chrom, Beryllium-Kupfer, rostig oder ‚raw‘, Oil Can etc. Der Unterschied ist hauptsächlich kosmetischer Natur – es kommt darauf an, welches Finish Ihnen am besten gefällt. Der Unterschied in der Praxis besteht lediglich darin, daß ein matteres Finish weniger Sonnenlicht reflektiert, was manchmal ja irritierend sein kann und, daß ein Oil Can oder Raw Finish herstellerseitig so ausgelegt wurde, daß es mit der Zeit rostet – die rauhe Oberfläche soll laut Herstellerangeben dem Ball etwas mehr Spin geben.

Different wedge finishes

Zusammenfasung

Wir hoffe, daß diese kleine Einführung hilfreich für Sie war. Letztendlich gibt es aber keine Alternative dazu, einfach ein paar Schläger auszuprobieren und zu sehen, was einem am besten passt. Alle unsere Schläger können probegespielt werden. Probieren Sie einen Schläger aus, wenn Sie keine Verbeserung zu Ihren derzeitigen Wedges feststellen können, können Sie ihn gegen Rückerstattung des Kaufpreises zurückschicken – oder einen anderen probespielen.

Sollten Sie weitere Tips oder Empfehlungen benötigen, können Sie unseren PGA-qualifizierten Kundenservice anrufen.

Telefon: 0044 20 8401 6918

Unsere Mitarbeiter sind Montag – Freitag von 0900-1800 GMT für Sie da. Für Kundenservice in deutscher Sprache können Sie sich gerne an Ihren Kundenberater Herrn Beckendorf unter sven@golfbidder.co.uk oder der kostenfreien Rufnummer 0800 181 4778 (Deutschland), 0800 296 008 (Österreich), 0800 564 789 (Schweiz) wenden.