Durch die steigende Beliebtheit von Hybriden (manchmal auch Utility oder
Rescue genannt) ist es schwieriger geworden, sich für das richtige Fairway-Holz
zu entscheiden. Nicht zuletzt, weil die Grenzen zwischen Fairway Hölzern und
Hybriden teilweise verschwimmen.
Es gibt jede Menge unterschiedliche Lofts, Kopfmaterialien – und, seit Callaway
und Nike Square Modelle herausgebracht haben, auch Kopfformen. Die wichtigste
Frage für den Anfang ist aber: Wozu möchte ich das Fairway einsetzen? Häufigsten
Antworten sind:
1: Abschlag vom Tee
2: Um die langen Eisen auf dem Fairway zu ersetzen
3: Um ein Par 5 in 2 Schlägen zu erreichen
Wenn Sie definiert haben, wozu Sie Ihr Fairway verwenden möchten ist es Zeit,
herauszufinden, welches Fairway am besten für Sie geeignet ist.
Welches Fairway Holz ?
Fairway-Schäfte
Fairway Kopfform
Fairway Kopfmaterial
Abschlag vom Tee
Dank des höheren Lofts sind Fairway Hölzer einfacher zu spielen als Driver
– sie gehen vielleicht nicht ganz so weit, aber ein Holz 3 richtig gespielt
kann auch über 200m gehen. Als leichter zu spielende Alternative zum Driver
sollten Sie nach einem Holz 2,3 oder 4 Ausschau halten.
Um die langen Eisen auf dem Fairway zu ersetzen
Viele Golfer spielen lieber mit einem Holz mit hohem Loft auf’s Grün, als
mit einem Eisen 2,3 oder 4. In diesem Fall ist ein Holz 5 der geeignete Schläger.
Durch den größeren Schlägerkopf im Vergleich zum Eisen ist das Fairway leichter
zu spielen und erzeugt mehr Länge, ohne es zu überschwingen. As Faustregel kann
man sagen, ein Holz 5 ersetzt das Eisen 2, ein Holz 7 das 3er oder 4er Eisen
und ein Holz 9 das 5er Eisen.
Um ein Par 5 in 2 Schlägen zu erreichen
Manche Löcher sind einfach etwas zu lang, um sie nach dem Abschlag mit einem
Eisen zu erreichen. Hier hilft Ihnen ein Fairway Holz. Am besten ein Holz 3
oder 4. Wenn Sie Ihr Holz 3 oder 4 hauptsächlich vom Fairway aus spielen, sollten
Sie nach einem Modell mit flachem Kopf Ausschau halten. Sie können das Holz
vom Abschlag spielen, aber durch die flachere Silhouette lässt es sich aus engeren
Lagen leichter schlagen.
Welches Fairway Holz?
Die meisten Hersteller geben die Nummer des Fairways (3,4,5 etc.), sowie
den Loft (wie bei diesem TalyorMade Burner) auf der Sohle an. Manche jedoch
– vor allem Titleist – geben nur den Loft an, wie auf diesem Bild des 905F2
Holz 3 mit 15° sehen kann.
Hier eine Übersicht, welcher Loft ungefähr welcher Zahl entspricht.
| Grad Loft |
Beschreibung und Anmerkungen |
| 13 - 14 |
Ein ‚starkes‘ 3er. Geringfügig weniger Loft und leicht
flachere Flugbahn als beim 3er. |
| 15 - 16 |
Klassisches Holz 3 |
| 16 - 17 |
Starkes 4er – leichter zu spielen und etwas kürzer als
das 3er. |
| 17 - 18 |
Holz 4. Sicherer als ein Holz 3, länger als ein Holz
5 |
| 18 - 19 |
Starkes 5er |
| 19 - 21 |
Leicht zu schlagende lange Hölzer. Neben dem Driver
oft zusammen mit einem Holz 3 im Bag zu finden. |
| 23 - 24 |
Starkes 7er. Der Schaft ist etwas länger als beim regulären
7er. Eine gute Ergänzung zum 4er. |
| 28 - 29 |
9er Holz und höher. Hölzer mit hohem Loft kann man anstelle
der mittleren Eisen schlagen. Manche finden Sie einfacher zu handhaben.
Sie eigenen sich auch gut für das Spiel aus dem Rough, weil sie weichere
Kanten haben als ein Eisenkopf und so leichter durch langes Gras gleiten.
|
| 29 -38 |
Holz 11. Siehe oben. Je nach Hersteller unterschieden
sich die Lofts beträchtlich. Diese Fairway mit hohem Loft sind besonders
bei Damen und Senioren mit langsameren Schlägerkopfgeschwindigkeiten
beliebt. |
Fairway-Schäfte
Anders als bei Drivern bieten die meisten Hersteller zumindest bei einigen
ihrer Fairway Modelle Stahlschäfte an. Dennoch sind heute definitiv Graphitschäfte
bei Fairway Hölzern zur Norm geworden. Stahlschäfte werden aber manchmal von
besseren Spielern bevorzugt, da sie einen niedrigeren, geraderen Ballflug erzeugen
(wenn man das will, da ja die meisten Golfspieler eher mehr Höhe bevorzugen).
Einige bessere Spieler bevorzugen das gröbere, solide und direkte, knackigere
Gefühl und den Klang von Stahlschäften – und behaupten, daß Stahl etwas mehr
Genauigkeit bietet. Wenn das wahr sein sollte, dann auf Kosten der Länge. Und
Fairway Hölzer sind ja auch nicht auf Genauigkeit ausgelegt, sondern auf Länge.
Im Zweifelsfall raten wir Ihnen zu Graphit. Da sind Sie auf der sicheren Seite
und haben auch bei weitem die größere Auswahl.
Fairway Schlägerkopf-Design
Genau wie bei Drivern bieten manche Hersteller neben den Standard-Modellen
auch Offset, Draw, oder Neutral Optionen bei Fairways an. Hier erfahren Sie,
warum...
Die überwiegende Mehrheit aller Golfer neigt zum Slice (d.h., beim Rechtshänder
zieht der Ball ungewollt nach rechts).
Dies ist die Folge einer zu ‘offenen’ Schlagfläche (d.h. sie zeigt nach mehr
nach rechts, als sie sollte). Die Hände des Spielers sind im Treffmoment ‘hinter
dem Ball’ und nicht ‘vor dem Ball’, wie bei einem guten Schwung. Dadurch bekommt
der Ball einen seitlichen Drall und er geht in die Bäume.
Die Hersteller versuchen dies auf zwei verschiedene Arten auszugleichen.
Einerseits wird Gewicht so innerhalb des Kopfes plaziert (etwas Schweres, normalerweise
Wolfram), daß es Ihnen dabei hilft, den Kopf ‘geschlossener’ zu halten.
Ein Draw ist eine leichter Drall des Balles von rechts nach links – das Gegenteil
vom Slice und viel erstrebenswerter. Deswegen gibt es Draw erzeugende Fairways
wie z.B. das R7 Draw Fairway Holt von TaylorMade (siehe Bild).
Eine andere Lösung für chronische Slicer ist, den Schläger so zu bauen, daß
der Kopf etwas vom Schaft abgesetzt (offset) ist. Das hat ebenfalls den Effekt,
daß der Kopf weniger offen ist. Ein Beispiel hierfür ist der links abgebildete
Cobra Speed LD Offset. Diese Schläger eigenen sich besonders für Spieler mit
niedrigerer Schwunggeschwindigkeit, wie Senioren oder Damen.
Aber die Masse der Fairway Hölzer auf dem Markt sind weiterhin Standard-Hölzer.
Lassen Sie sich also nicht zu sehr verwirren. Wenn Sie sich nicht sicher sind,
fangen Sie am besten mit einem Standard-Modell an.
Solange Ihr Slice nicht von einer unterdurchschnittlichen Schwunggeschwindigkeit
herrührt, ist es sowieso die besser Lösung, ein paar Pro-Stunden zu nehmen,
um die Schwungfehler zu korrigieren anstatt das Problem notdürftig mit einem
Offset-Modell auszugleichen. Andererseits kann Ihnen diese Lösung auch helfen,
wenn Sie eine kurzfristige Verbesserung brauchen, oder einfach nicht genug Zeit
haben, um entsprechend regelmäßig zu üben und zu spielen.
Fairway Kopfmaterialien
Heute werden drei Materialien für die Köpfe von Fairway Hölzern verwendet
– Holz ist nicht darunter.
Stahl
Das bei weitem beliebteste Material bei Fairway-Köpfen. Nicht zu teuer und
belastbar – fast alle Fairway Hölter haben Stahlköpfe.
Titan
Titan wiegt nur die Hälfte von Stahl – wodurch man großköpfigere Driver herstellen
kann. Es wird heute auch bei Fairway Hölzern verwendet – hauptsächlich Fairways
mit größeren Köpfen für den Abschlag. Das geringe Gewicht erlaubt es den Herstellern
den Schwerpunkt weit nach hinten zu verschieben (in der Regel wird dazu ein
schweres Wolframgewicht benutzt), was es erleichtert, den Ball schnell in die
Luft zu bekommen – und dünne Titan-Schlagflächen sorgen für maximale Länge.
Unter den neuen Modellen befindet sich z.B. der r7 CGB Max von TaylorMade.
Aber – Sie werden es bereits vermutet haben – Fairway Hölzer aus Titan sind
teurer als Stahl-Schläger.
Verbundstoff
Multi-Material Verbundstoff-Schläger vereinen moderne Materialien wie Kohlenfaser
mit Stahl und Titan, was zu ultra-leichten Fairway-Hölzern führt. Das geringe
Gewicht erlaubt es den Herstellern mehr Gewicht im Außenbereich des Kopfes zu
plazieren, was das Verdrehen bei nicht-mittig getroffenen Schlägen reduziert.
Natürlich haben diese Premium Produkte ihren Preis. Komposit-Fairways sind z.B.
die neuen FT-i Squareway Hölzer und die Ping Rapture Serie.
Zusammenfassung
Wir hoffen, daß Ihnen diese kurze Einführung ein bißchen geholfen hat, zu
entscheiden, welche Faktoren man beim Kauf eines Fairways berücksichtigen sollte.
Letztendlich gibt es aber keine Alternative dazu, einfach ein paar Schläger
auszuprobieren und zu sehen, was einem am besten passt. Alle unsere Schläger
können probegespielt werden. Probieren Sie einen Schläger aus, wenn Sie keine
Verbeserung zu Ihrem derzeitigen Fairway Holz feststellen können, können Sie
ihn gegen Rückerstattung des Kaufpreises zurückschicken – oder einen anderen
probespielen.
Sollten Sie weitere Tips oder Empfehlungen benötigen, können Sie unseren
PGA-qualifizierten Kundenservice anrufen.
Telefon: 004420 8401 6918
Unsere Mitarbeiter sind Montag – Freitag von 0900-1800 GMT für Sie da. Für
Kundenservice in deutscher Sprache können Sie sich gerne an Ihren Kundenberater
Herrn Beckendorf unter sven@golfbidder.co.uk
oder der kostenfreien Rufnummer 0800 181 4778 (Deutschland), 0800 296 008 (Österreich),
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