Mit zig Modellen auf dem Markt kann die Auswahl des richtigen Drivers etwas
schwierig sein. Um die Auswahl einzuschränken haben wir Ihnen eine 4-Punkte
Checkliste zusammengestellt.
1: Welches Material ?
2: Welches Modell ?
3: Welche Form ?
4: Welches Loft ?
5: Welcher Schaft ?
6: Die Zukunft?
Welches Material ?
Ein Driver ist ein großes Teil, mit dem man bei langen Löchern vom Tee abschlägt.
Die Größe des Kopfes wird in Kubikzentimetern angegeben – 460cm³ ist das maximale
erlaubte Volumen. Als Grundregel gilt, daß man den Ball so weit wie möglich
schlagen soll – am besten entlang des Fairways, da es in der Regel weder Eindruck
bei Ihren Mitspielern macht, noch Ihre Punkte verbessert, wenn Sie denn Ball
meilenweit in den Wald schlagen.
Fast alle heute hergestellten Driver haben einen Kopf aus Titanium und/ oder
Kohlenfaser-Kompositmaterialien, da diese leichter als Stahl sind und es so
erlauben, einen großen Kopf mit großem Sweet Spot herzustellen. Sie haben sehr
düne Schlagflächen, die bei Ballkontakt einen Trampolineffekt erzeugen, d.h.
die Schlagfläche gibt im Treffmoment leicht nach, schnalzt aber im Bruchteil
einer Sekunde wieder zurück und beschleunigt so den Ball für noch mehr Länge.
Vielleicht haben Sie ja auch davon gehört, daß manche Driver als « non-conforming
» - oder illegal – für Wettkämpfe nach dem Januar 2008 erklärt wurden. Der technische
Begriff für den Trampolineffekt ist die Stoßzahl – das zulässige Maximum ist
0,83. Einfach ausgedrückt, wenn Sie einen Ball mit einer Auftreffgschwindigkeit
von 100km/h treffen, federt die Schlagfläche mit 84km/h zurück. Höhere Rückfederungsgeschwindigkeiten
würden den Schläger illegal machen. Solche Schläger werden nicht mehr hergestellt
und auch nicht mehr von Golfbidder verkauft.
Alle Driver bei Golfbidder sind erlaubt und regelkonform.
Welches Modell ?
Bekannterweise behaupten alle Hersteller, daß ihre Driver die längsten/ fehlerverzeihendsten
etc. etc. sind. Tatsächlich handelt es sich bei den modernen Drivern von Top-Herstellern
wie Callaway, TaylorMade, Ping, Titleist und Mizuno um großartige Geräte. Und
die Auswahl hängt dann von Aussehen und Gefühl, Budget und Lieblingsmarke (wenn
Sie eine haben – keine Sorge, wenn Sie keine haben) ab. Neben den Standard-Modellen
bieten heute manche Hersteller ‘Offset’, ‘Draw’ oder ‘Neutral’ Versionen an.
Wir erklären, warum...
Die überwiegende Mehrheit aller Golfspieler spielt mit Slice (d.h., beim
Rechtshänder geht der Ball unbeabsichtigt nach rechts). Dies ist die Folge einer
zu ‘offenen’ Schlagfläche (d.h. sie zeigt nach mehr nach rechts, als sie sollte).
Die Hände des Spielers sind im Treffmoment ‘hinter dem Ball’ und nicht ‘vor
dem Ball’, wie bei einem guten Schwung.
Die Hersteller versuchen dies auf zwei verschiedene Arten auszugleichen.
Einerseits wird Gewicht so innerhalb des Kopfes plaziert (etwas Schweres, normalerweise
Wolfram), daß es Ihnen dabei hilft, den Kopf ‘geschlossener’ zu halten. Ein
Draw ist eine leichter Drall des Balles von rechts nach links – das Gegenteil
vom Slice und viel erstrebenswerter. Deswegen gibt es Draw erzeugende Driver.
Die freundlicherweise von Callaway zur Verfügung gestellte Grafik zeigt die
Draw, Neutral und Fade Einstellungen des preisgekrönten Callaway FT-5 Drivers.
Manche Hersteller – besonders TaylorMade und später Mizuno mit dem neuen
MP-600 Driver ermöglichen es dem Spieler, die Gewichtung selbst zu ändern. So
kann der Spieler die Gewichtung des Schlägers ganz seinen persönlichen Bedürfnissen
anpassen – was die Adjustierbarkeit im Vergleich zu den werkseitig umgewichteten
Schläger auf eine neue Stufe hebt. Natürlich können Sie die Einstellungen Ihres
Drivers nicht während der Runde ändern – aber wenn Sie in der einen Woche einen
Platz haben, auf dem Ihnen ein Fade hilft, in der anderen Woche aber einen,
der eher mit Draw zu spielen ist, dann haben Sie so einen Driver, der für beide
passt. Sie bekommen soz. 3 Driver in einem – Draw, Fade und Neutral !
Eine etwas radikalere Lösung für chronische Slicer ist, den Schläger so zu
bauen, daß der Kopf etwas vom Schaft abgesetzt (offset) ist. Das hat ebenfalls
den Effekt, daß der Kopf weniger offen ist. Diese ‘Offset’-Driver eigenen sich
besonders für Spieler mit niedrigerer Schwunggeschwindigkeit, wie Senioren.
Welche Form ?
Nike waren die Ersten, die mitihrem Sumo Squared Driver von der klassischen
Driver-Form abgewichen sind. K.J. Chio war der erste ihrer Tour Pros, die den
neuen Schläger auf der PGA Tour gespielt haben – und sorgte damit für jede Menge
Aufsehen. Bald darauf folgte Callaway mit dem FT-i und dem FT-iQ (unten abgebildet).
Titleist liebäugelte
mit der Idee eines dreieckigen Drivers, kehrte aber mit der 909 Reihe schnell
wieder zu traditionellen Kopfformen zurück.
Die Idee des rechteckigen Drivers ist recht einfach. Durch die Verlagerung
von Gewicht in die Außenbereiche wird das Trägheitsmoment (MOI, Moment of Inertia)
erhöht. Ein weiterer Vorteil der ‘square’ Driver ist, daß sie die Ausrichtung
beim Abschlag erleichtern. Mit einem Square Driver kann der Spieler sich die
Abschlaglinie viel leichter vorstellen als mit einem traditionell geformten
Driver.
Welches Loft ?
Loft bezeichnet den Winkel der Schlagfläche in Bezug zur Senkrechten – bei
Drivern geht der Loft in der Regel von 8° - 13°.
Einfach gesagt haben Schläger mit niedrigerem Loft eine leicht flachere Flugbahn
– und können von sehr kraftstarken Spielern etwas länger gespielt werden (Spieler,
denen es nicht gelingt, die notwendige Schlägerkopfgeschwindigkeit zu erzeugen
spielen mit ihnen kürzer). Schläger mit höherem Loft z.B. (12/13°) eignen sich
besonders für Spieler mit niedriger Schwunggeschwindigkeit (Senioren, Junioren,
Damen), da sie den Spieler dabei unterstützen, den Ball leichter in die Luft
zu bekommen.
Lofts zwischen 9° und 11° eigenen sich für die breite Masse (>90%) der Golfspieler,
die weder einen ausgeprägt schnellen noch langsamen Schwung haben.
Welcher Schaft ?
Die heute hergestellten Driver haben Graphitschäfte (anstelle von Stahl).
Ein Stiff Flex bietet Spielern mit hoher Schwunggeschwindigkeit mehr Genauigkeit
(aber weniger Länge für Spieler mit langsamer Schwunggeschwindigkeit). Der Flex
Light (d.h., er bietet mehr ‘Peitscheneffekt’) eignet sich für Spieler mit niedrigeren
Schwunggeschwindigkeiten (Senioren z.B.). Für die große Mehrheit ist Flex Regular
das Richtige.
Die Zukunft ?
Was den R9 von allen anderen Drivern abhebt ist die TaylorMade Flight Control
Technology (FCT) mit ihren einzigartigen Einstellungemöglichkeiten – neben der
Moveable Weight Technology können Sie durch einfaches Drehen mit dem Schraubschlüssel
den Schlagflächenwinkel, Loft und Lie des R9 verändern.
Ahnlich der Nike STR8-Fit. 2008 erklärten USGA und R&A, nach Überprüfung
eventuell auch andere Formen der Verstellbarkeit (außer Gewichtsveränderungen)
zulassen zu wollen. Nach dieser Ankündigung hat Nike die Chance genutzt, um
mit dem STR8-Fit Driver Einstellbarkeit und Anpaßbarkeit für alle Golfer verfügbar
zu machen. Der Unterschied zum R9 ist, daß er nicht über bewegliche Gewichte
verfügt. Der Str8-Fit Adapter im Hosel ermöglicht es durch einfache Drehung
mit dem Stellschlüssel 8 verschiedene Flugoptionen einzustellen.
Wir bei Golfbidder sind überzeugt, daß dies noch nicht das Ende ist. Die
Hersteller investieren jedes Jahr Millionen Euro in die Weiterentwicklung und
mit etwas Geduld erleben wir sicher demnächst wieder eine neue, ‘revolutionäre’
Neuerung.
Zusammenfassung
Die meisten Golfspieler kommen mit Flrex regular und einem Loft zwischen
10 und 11 Grad. Spieler mit niedrigem Handicap und schnellem Schwung sollten
eher Richtung 9-10° mit steiferem Flex gehen, während ein Offset-Driver mit
11 oder 12° und Flex light ideal für einen Spieler ist, der nicht mehr so schnell
schwingt wie früher.
Letztendlich gibt es aber keine Alternative dazu, einfach ein paar Driver
auszuprobieren und zu sehen, was einem am besten passt. Alle unsere Schläger
können probegespielt werden. Probieren Sie einen Schläger aus, wenn Sie keine
Verbeserung zu Ihrem derzeitigen Driver feststellen können, können Sie ihn gegen
Rückerstattung des Kaufpreises zurückschicken – oder einen anderen probespielen.
Sollten Sie weitere Tips oder Empfehlungen benötigen, können Sie unseren
PGA-qualifizierten Kundenservice anrufen.
Telefon: 004420 8401 6918
Unsere Mitarbeiter sind Montag – Freitag von 0900-1800 GMT für Sie da. Für
Kundenservice in deutscher Sprache können Sie sich gerne an Ihren Kundenberater
Herrn Beckendorf unter sven@golfbidder.co.uk
oder der kostenfreien Rufnummer 0800 181 4778 (Deutschland), 0800 296 008 (Österreich),
0800 564 789 (Schweiz) wenden.